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Im Jahre 1906 wurde in der
Gemeinde Schafhausen eine Freiwillige Feuerwehr in Form einer Bürgerwehr
gegründet, die dann erstmals 1908 zu einem Wohnhausbrand im Torfbruch gerufen
wurde.
Zu dieser Zeit hatte die Wehr
eine Stärke von 7 Mann.
Die Feuerwehr sorgte wegen der fehlenden Wasserleitung vor und
errichtete in eigener Verantwortung
drei Löschteiche in
Schafhausen.

Während des 2. Weltkrieges standen der Löschgruppe dann 1 Löschkarren, 3 Schläuche,
1 Strahlrohr und
1 Standrohr mit Schlüssel zur
Verfügung.
In der Schulchronik IV der
Schule Schafhausen aus dem Jahre 1944 steht geschrieben:
"Eines Tages hielt ein
kleiner Trupp Männer auf einem Auto vor dem Spritzenhaus neben der Schule.
Die Männer brachen gewaltsam
im Spritzenhaus ein, zerstörten die Löschgeräte und fuhren wieder in Richtung
Heinsberg ab.
Diese Vorkommnisse sowie
Äußerungen der Parteifuktionäre, den Ort durch Brand zu vernichten,
veranlassten
die Bevölkerung eine Wache
einzurichten, die Tag und Nacht zum Schutz des Dorfes Streifen unternahmen."

Nach dieser mutwilligen
Zerstörung konnte keinerlei Löschgerät beschafft werden und die Feuerwehr löste
sich im Jahre 1951 auf.
Ebenso war in den Jahren
1933-1945 ein Löschtrupp im Ortsteil Schleiden vorhanden, deren Wirken aber
wegen fehlender Ausrüstungsgegenstände sehr begrenzt war. Löschkarre und
Löscheimer waren die einzigen Ausrüstungen.

1950 wurde in der Gaststätte
Derichs in Schleiden ein neuer Löschtrupp gegründet.
Da zu diesem Zeitpunkt noch
keine Wasserleitung in Schleiden vorhanden war, wurde die Handfeuerspritze aus
Schafhausen geholt und repariert.

Im Jahre 1952 erhielt die
Feuerwehr Schleiden erstmals eine motorgetriebene Tragkraftspritze, die bei der
Feuerwehr in Heinsberg ausgemustert wurde. Sie wurde mittels Schubkarre
fortbewegt.
Da dies eine unmögliche Art
der Fortbewegung war, erteilte der Gemeinderat von Schafhausen den Auftrag zum
Bau eines Tragkraftspritzenanhängers, der am 4. Dezember 1955 an die Feuerwehr
Schleiden ausgeliefert und in der Garage neben der Schleidener Schule
untergestellt wurde.

Im Jahre 1960 wurde die alte
Tragkraftspritze " Baujahr 1947" durch eine Neue ersetzt.

Im Jahre 1963 warb der
damalige Feuerwehrführer und sein Stellvertreter in Schafhausen für den
Nachwuchs der Feuerwehr. Da bei dieser Aktion gleich 8 Mann für den Dienst in
der Feuerwehr geworben werden konnten, wurde die Feuerwehr Schleiden in die
Freiwillige Feuerwehr Schafhausen-Schleiden umbenannt und bei der kleinen
kommunalen Neugliederung am 01.01.1969
in die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Heinsberg integriert.

1973 konnte die Löschgruppe in eine vom Bauhof der
Stadt Heinsberg errichtete Behelfshalle ziehen.
Ein Teil des Schulhofes an
der ehemaligen Schleidener Schule war überdacht worden und wurde später in
mehreren Bauabschnitten zum heutigen Feuerwehrgerätehaus ausgebaut.
Die fortschreitende
Motorisierung machte es dringend erforderlich, ein eigenes Löschfahrzeug für
die Einheit zu bekommen. So dienten in
den Jahren 1976-1986 verschiedene ausgemusterte Fahrzeuge, teils Spenden
Heinsberger Firmen nach Umbau oder Übernahmen aus anderen Löschgruppen, unserer
Löschgruppe als Einsatzfahrzeug.

Im Dezember 1988 erhielten
die Angehörigen der Löschgruppe Schafhausen-Schleiden ihr jetziges Fahrzeug,
womit die 21 Feuerwehrleute
und 4 Jugendfeuerwehrleute bei Bränden, Verkehrsunfällen, Sturm- oder
Wasserschäden
und regelmäßigen
Übungsabenden ihren Dienst versehen.

Um die
Einsatzbereitschaft in Zukunft zu
sichern, werden noch interessierte Jugendliche (ab 10 Jahren) und Erwachsene
gesucht, die gemäß unseres Wahlspruches leben: |